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Methoden zur Trocknung von Fußböden nach einem Wasserschaden

Info: Lesen Sie bitte auch die Allgemeinen Infos zum Thema Trocknung. Es muss eine Kontrolle auf Schimmelbefall von einem Experten durchgeführt werden, bevor eine Trocknung beginnen darf.

Wenn Wasser durch einen Wasserschaden in den Fußboden gelangt ist, gilt es zu überprüfen, wie der Fußboden aufgebaut ist. Das ist deshalb so wichtig, weil die Trocknungsmethode je nach Fußbodenaufbau variiert.

Es gibt verschiedene Aufbauten von Fußböden. Mit der Bezeichnung "Fußbodenaufbau" ist folgendes gemeint:

In Wohnhäusern (Baujahr Anfang 60er bis heute) findet man meistens Estrich mit Dämmschicht.(siehe Bilder)

Estrich und Dämmung aus Styropor

Hier sehen Sie einen Fußbodenaufbau im Querschnitt
Von oben nach unten:

  1. Fliese
  2. Zementestrich
  3. Styropor Dämmung
  4. Rohboden
Estrich Fußbodenaufbau mit Dämmung aus Styropor
Hier nochmal als Zeichnung

Wenn nun Wasser durch einen Wasserschaden in die Dämmung unter den Estrich läuft, muss dafür gesorgt werden, durch ein Trocknungsverfahren, diese Feuchtigkeit in der Dämmung zu beseitigen. Um Folgeschäden zu vermeiden.

Hierbei gibt es verschiedene Trocknungsmethoden, die man einsetzen kann. Die Trocknungsmethode variiert von Estrichart und Dämmung. Bei der Schadensaufnahme eines Fachmanns für Wasserschäden und Trocknung muss entschieden werden, welches Trocknungsverfahren notwendig ist um den jeweiligen Fußboden zu Trocknen.

Einige Trocknungsmethoden in der Übersicht

Trocknung der Dämmung unter dem Estrich:


Estrichtrocknung mit Turbine und Adsorbtionstrockner

Hier im Bild sehen sie eine aufgebaute Trocknung mit einer Turbine (links) und einem Adsorbtionstrockner (rechts).

Der Adsorbtionstrockner sorgt für Trockene Luft und die Turbine saugt diese an und befördert diese über die Schläuche (siehe Bild) in die vorher hergestellten Bohrlöcher im Estrichboden.

Die Trockenluft wird durch die Dämmschicht, die sich unter dem Estrich befindet, mit Druck gepresst und nimmt die dort vorhandene Feuchtigkeit mit.

Am Rand der Estrichplatte (Sockelleistenbereich) werden Randfugenöffnungen hergestellt, wo die nun entstandene Feuchtluft wieder aus dem Fußboden austreten kann.

Die feuchte Luft wird schließlich wieder vom Adsorbtionstrockner aufgenommen und abgetrocknet. Es entsteht ein Kreislauf.
Der Feuchtigkeitsgehalt der Austrittsluft im Bereich der Randfuge wird mit einem Feuchtemessgerät gemessen und via Messprotokoll festgehalten. Dadurch kann der Trocknungsfortschritt dokumentiert werden.

Ob die Turbine Trockenluft in den Fußboden drückt oder aber die Feuchtigkeit aus der Dämmung saugt ist vom Bodenaufbau, der Estrichsorte und anderen Faktoren abhängig und muss vom Fachmann entschieden werden.

Dielenboden Belüften:

Einen Dielenboden kann ebenfalls belüftet werden. Dazu wird der Dielenboden angebohrt und es wird Trockenluft in den darunter vorhandenen Hohlraum (oder Schüttung) geblasen. Im Grunde der gleiche Trocknungsablauf wie bereits oben beschrieben.

Vakuum-Verfahren bei der Trocknung der Dämmung unter dem Estrich

Beim Vakuum-Verfahren wird der Aufbau der Trocknung im Grunde genauso aufgebaut, wie im oben beschriebenen Trocknungsverfahren einer Trocknung der Dämmung unter dem Estrich.

Der Unterschied besteht darin:
Es werden zwei Verdichter benötigt und dementsprechend auch mehr Bohrlöcher im Estrich selbst.

Der erste Verdichter befördert die Trockene Luft mit Druck unter den Estrich in die Dämmung und der zweite Verdichter saugt die daraus resultierende Feuchtluft, über die ihm zugewiesenen Bohrlöcher ab.
Ein Vakuum entsteht dabei unter dem Estrich.

Diese Variante, der Trocknung, bedarf mehr Aufwand, ist aber zu empfehen. Vorallem wenn es darum geht Schimmelspuren, die in der Dämmung unter dem Estrich sein können, gefahrlos abzusaugen.

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