Leckortung – Vorgehensweise bei einer Ortung einer Leckage in Rohrleitungen

Wie man vorgeht, um ein Leck in Rohrleitungen zu finden, ohne gleich große Schäden durch große Aufbrüche in Wänden, Böden und Decken anzurichten, das möchten wir Ihnen hier in kurzen Beispielen erklären.

Wichtig:
Da jeder Wasserschaden unterschiedlich ist, kann man die Vorgehensweise nicht pauschalisieren.
Jeder Rohrbruch zeichnet sich im Schadensbild anders ab. Deshalb können wir Ihnen nur in Form von Anhaltspunkten, die Ideale Vorgehensweise vorstellen.

Egal um welche Art von Rohrbruch es sich handelt, wird zuerst einmal eine Feuchtemessung vorgenommen. Das ist deshalb notwendig, um festzustellen welche Bauteile und welche Räume vom Wasserschaden betroffen sind.

Durch diese Feuchtemessung lässt sich herausfinden, wie weit sich der Wasserschaden bereits ausgebreitet hat und evtl. schon eingrenzen, wo sich der Ausgangspunkt bzw. die Schadensquelle befinden könnte.

Nachdem der Raum bzw. die Stelle, an dem sich die Schadensquelle laut Feuchtemessung befinden könnte, gefunden wurde, ist diese durch weitere Messverfahren einzugrenzen. Erst dann zeigt sich, ob die Vermutung auf eine Frischwasser, Abwasser oder Heizungsleitung fällt.

Beispiel einer Leckortung an einem Rohrbruch in einer Frischwasserleitung

  1. Feuchtemessung
  2. Sichtbare Bauteile (Armarturen und
    Rohre etc.) durch Sichtprüfung überprüfen
  3. Druckprobe der Frischwasserleitungen
  4. Leitungsortung – Leitungssuche
  5. Gas-Druckprobe
  6. evtl. Horchtechnik

Beispiel einer Leckortung an einem Rohrbruch in einer Heizungsleitung

Wenn die Feuchtemessung, sowie das Schadensbild eher darauf schließen lässt, das es sich um ein Leck in der Heizung handelt, dann kann man wie folgt vorgehen. Erstes Indiz für einen Rohrbruch im Heizungssystem, ist ein ständiger Druckabfall in der Heizungsanlage, trotz ständigem Wasser auffüllen.

  1. Feuchtemessung
  2. Sichtbare Bauteile (Heizkörper und
    Rohre etc.) durch Sichtprüfung überprüfen
  3. Druckprobe der Heizungsleitungen
  4. Leitungsortung – Leitungssuche
  5. Gas-Druckprobe
  6. evtl. Horchtechnik

Beispiel einer Leckortung an einem Rohrbruch in der Abwasserleitung

Wenn das Schadensbild darauf hinweist, das es sich um ein Rohrbruch in der Abwasserleitung handelt, dann kann man wie folgt vorgehen:

  1. Feuchtemessung
  2. Sichtbare Bauteile (Sifon und
    Abwasserrohre etc.) durch Sichtprüfung überprüfen
  3. Abwasserleitungen mit Färbemittel
    überprüfen
  4. Kamera Untersuchung

Allgemein gilt zu sagen:

Diese Veranschaulichungen sollen nur als Theorie der Vorgehensweise einer Leckortung dienen.

In der Praxis ist eine Leckortung in vielen Fällen noch komplexer. Jeder Wasserschaden ist anders und das Schadensbild variiert von Schaden zu Schaden.