Rohrbruch in Trinkwasserleitungen

Rohrbrüche an Wasserleitungen können zu einem großen Wasserschaden führen. Meist ist erst ein feuchter Fleck an der Wand oder dem Fußboden zusehen, je nachdem wo die Leitungen verlegt wurden. Oftmals jedoch sind die betroffenen Stellen verdeckt durch Schränke oder Fliesen, die den Rohrbruch vorerst unsichtbar machen. Dabei kommt es immer auf die Bausubstanz an.

Wenn ein Wasserschaden durch einen Rohrbruch schnell bemerkt wird, können die Folgeschäden klein gehalten werden. Aber bei einem unbemerkten Rohrbruch, entstehen meist große Wasserschäden. Das Wasser verteilt sich unter dem Estrich oder durchfeuchtet einen Fußboden oder ein Mauerwerk so stark, das es zu massiven Bauschäden führen kann.

Rohrbrüche in Trinkwasserleitungen können jeden treffen und es spielt auch keine Rolle aus welchem Material das Leitungsnetz der Trinkwasserversorgung beschaffen ist. Ob nun Kupfer, Eisen oder Kunststoff, ein Rohrbruch kann immer auftreten und einen Wasserschaden auslösen.

Fazit: Um es also vorweg zunehmen – Es gibt keine Patentlösung um sich zu 100% gegen einen Wasserschaden durch Rohrbruch zu schützen.

Um das Thema zu vertiefen, ist es vorerst wichtig zu Wissen aus welchem Material Ihr Leitungssystem besteht.

Das meist verwendete Rohrleitungsmaterial für Trinkwasserleitungen ist Kupfer. In damaliger Zeit wurde verzinktes Eisenrohr verwendet. Heutzutage wird meistens Kunststoffrohr verarbeitet. Aber jede Art von Material hat seine Vor- und Nachteile und kann zu einem Wasserschaden durch Rohrbruch oder Undichtigkeit führen.

Trinkwasserleitungen aus Kupfer

Kupferleitungen sind zwar die häufigste Ursache für einen Wasserschaden, aber das hängt wohl damit zusammen, das der überwiegende Teil der Trinkwasserleitungen in deutschen Haushalten aus Kupfer besteht.

Typische Ursachen für einen Rohrbruch bei Kupferleitungen:

  • Korrosion (Lochfrass)
  • Frostschaden
  • Undichte Lötnaht
  • Materialermüdung
  • Materialfehler in Kupferleitungen
  • Druckstoß
  • Bauarbeiten
    z.B. direktes oder indirektes Anbohren(beschädigen) durch nicht bekannte Verlegung der Wasserleitungen

Trinkwasserleitungen aus verzinkten Eisenrohr

Gerade in älteren Gebäuden sind Wasserleitungen aus verzinktem Eisenrohr, oder aus einfachen Eisenrohr zu finden.

Neben der Gefahr des Rohrbruchs, gibt es bei diesem Material noch die Gefahr des Verstopfens der Leitung.

Eisenrohr kann nach etlichen Jahren langsam zuwachsen, durch Ablagerungen im Rohr.
Der Rohrquerschnitt verringert sich.

Das macht sich bemerkbar durch einen geringeren Wasserdruck, bis hin zur totalen Verstopfung. In diesem Fall ist eine Neuverlegung der Wasserleitung unumgänglich.

Typische Ursachen für einen Rohrbruch in Eisenrohrleitungen:

  • Korrosion (Lochfrass, Rost)
  • Frostschaden
  • Undichte Verschraubungen
  • Materialermüdung
  • Druckstoß
  • Bauarbeiten – z.B. durch direktes oder indirektes Anbohren (beschädigen) durch nicht bekannte Verlegung der Wasserleitung

Trinkwasserleitungen aus Kunststoffrohr

Im Neubau werden heutzutage meistens Kunststoffleitungen eingebaut. Da sich dieses Material sehr leicht und schnell verarbeiten lässt und gleichzeitig viele Vorteile bzgl. eines Rohrbruch aufweist.

Kunststoffleitungen sind in der Regel nicht so anfällig und es entstehen dadurch nicht so viele Wasserschäden wie im Verhältnis zu anderen Rohrmaterial.

Eine 100%ige Absicherung gegen einen Wasserschaden ist es jedoch nicht. Auch bei Trinkwasserleitungen aus Kunststoff kann es zu Undichtigkeiten und Rohrbrüchen kommen, die dann zu einem Wasserschaden führen.

Kunststoffrohr (auch als Verbundrohr bekannt) ist von allen Rohrsorten sehr zu empfehlen. Da es am wenigsten anfällig für einen Rohrbruch ist. Lochfrass ist bei diesem Material ausgeschlossen.

Unter anderem durch Auswirkungen von außen kann es zu einem Wasserschaden führen. Wenn es zum Beispiel angebohrt wird, weil die Leitungsverlegung nicht bekannt ist, nachdem Badezimmermöbel aufgehangen werden.

Leitungen aus Kunststoff garantieren eine hohe Wasserqualität, da Verbundrohr von innen ebenfalls mit Kunststoff beschichtet ist. Mit diesem Rohr ist man auf dem neusten stand der heutigen Installationstechnik.

Typische Ursachen für einen Rohrbruch in Kunststoffleitungen:

  • Frostschaden
  • Undichte Rohrverbindungen
  • Druckstoß
  • Bauarbeiten – beschädigen der Wasserleitung
  • Übergänge auf Eisenrohr oder Kupferrohr
    Tipp: Wenn sie die Absicht haben Ihre bisherige Wasserleitung durch Kunststoff zu ersetzen, achten Sie unbedingt darauf ein bewährtes und gängiges Patent zu verwenden.

Aus folgendem Grund:
Es ist schon vorgekommen, das bei einem Neubau ein neues Rohrleitungspatent installiert wurde. Es kam quasi erst zu dieser Zeit auf den Markt. Ein Jahrzehnt später ist ein Rohrbruch
aufgetreten. Nun mussten Ersatzteile her, aber es gab so gut wie keine mehr. Nur noch Restposten waren vertreten.

Warum?

Das Patent wurde eingestellt, weil es sich nicht durchgesetzt hat. Deshalb achten Sie bei der Wahl des Kunststoffrohres auf Marken die sich durchgesetzt haben und gängig sind.